Cucurmin-Infusionstherapie

Kurkuma

Curcuma, auch Gelbwurz genannt, ist als intensives gelb-oranges Gewürz in den indischen Curry-Mischungen bekannt.

Ist die Kurkuma-Pflanze in Deutschland immer noch relativ unbekannt, so nimmt das Kurkuma-Gewürz in Indien bereits seit Jahrtausenden einen festen Platz auf dem Speiseplan ein. Dort weiß man schon seit zirka 4000 Jahren um die heilende Wirkung und nutzt sie für die Ayurveda-Medizin.

Doch auch westliche Wissenschaftler wurden in den letzten Jahren neugierig.

Verdauungsregulierende Wirkung

Kurkuma kann auch bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, starken Blähungen, Druckgefühl im Bauch und verlangsamter Verdauung helfen. Das hängt damit zusammen, dass die in der Kurkuma enthaltenen Wirkstoffe die Produktion von Magensaft und Galle fördern – beispielsweise p-Tolymethylcabinol, das ein Bestandteil der erwähnten ätherischen Öle ist und in Bezug auf die Gallenflüssigkeit sekretionsfördernd wirkt. Dadurch wird die Verdauung angeregt und es bilden sich weniger Verschleimungen der inneren Organe. Da Kurkuma entkrampfend wirkt, die Produktion der Galle steigert und somit Speisen leichter verdaut werden, vermindert die Einnahme von Kurkuma-Kapseln Beschwerden wie zum Beispiel:

  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Magenkrämpfe
  • Völlegefühle

Einsatz findet es auch bei Divertikulitis, Morbus Crohn, Colitis Ulzerosa und Reizdarm-Syndrom.

Cholesterinspiegel-Senkung

Zusätzlich senkt Curcumin den Cholesterinspiegel und kann damit indirekt einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen.

Kurkuma senkt den Cholesterinspiegel, da es oxidativem Stress entgegenwirkt und den Fettabtransport verstärkt. Dadurch wird das „schlechte“ LDL-Cholesterin zugunsten des „guten“ HDL-Cholesterins verringert, was das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, vermindert.

Anmerkung: Typisch für Arteriosklerose sind Fettablagerungen in den Blutzellen, die zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können.

In Indonesien wird Kurkuma insbesondere bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Bei Experimenten mit Mäusen wurde eine positive Wirkung bei Mukoviszidose festgestellt.

 

Biologische Krebstherapie

Hochdosiert als Infusion kann es bei jeder Krebserkrankung verwendet werden sowohl vorbeugend als auch therapeutisch.

In Indien ist Curcuma traditionell in der Ernährung vorhanden und die Erkrankungsquote von Brust-, Prostata-, Dickdarm- und Lungenkrebs ist zehnmal niedriger als in den Vereinigten Staaten. Diese Tatsache wird dem Wirkstoff Curcumin, der in dem Curcuma enthalten ist, zugeschrieben.

Im Kampf gegen Alzheimer

Zunehmend wird vermutet, dass Curcuma auch vorbeugend gegen Alzheimer wirken kann. Der Verdacht erhärtet sich dadurch, dass in Indien weitaus weniger Menschen an Alzheimer erkranken. Studien haben gezeigt, dass bestimmte Alzheimer-PatientInnen nach einer Behandlung mit Kurkuma Verwandte wieder erkannt und sich außerdem die für die Krankheit charakteristischen, emotionalen Störungen gebessert haben. 

Hauptursache für die Alzheimer-Krankheit sind beta-amyloide Plaques, Eiweißablagerungen, die in gehäufter Form zwischen den Nervenzellen im Gehirn, genauer: der grauen Hirnsubstanz auftreten. Je größer ihre Dichte, desto schwerer die Krankheit. Das typische Krankheitsbild von Alzheimer ist eine graduelle Verschlechterung der kognitiven Leistung.

In dieser Hinsicht haben Wissenschaftler schon früher vermutet, dass es zwischen der niedrigen Alzheimer-Erkrankungsrate und dem hohen Kurkuma-Konsum in diesem Land eine Verbindung gibt. In der Folge wurde natürlich versucht, diese Vermutung zu untermauern – so untersuchte ein japanischer Arzt drei Alzheimer-Patienten ein Jahr lang; dabei konnte er feststellen, dass die Verabreichung von Kurkuma einen positiven Effekt auf die für die Krankheit typischen emotionalen Störungen hatte und diese zumindest teilweise linderte. Zwei dieser Patienten gelang es nach erfolgter Kurkuma-Therapie sogar,  Angehörige wiederzuerkennen. Den Grund dafür sahen die Forscher in der Eigenschaft von Kurkuma (bzw. des Wirkstoffs Curcumin), die Plaque-Bildung im Gehirn zu verhindern. Dazu ist Curcumin entzündungshemmend, anti-oxidativ und entgiftend – Eigenschaften, die die Gedächtnisleistung selbst bei Demenz steigern. Darüber hinaus stimuliert Curcumin den Aufbau von Nervenzellen und trägt durch seine anti-oxidative Wirkung dazu bei, schädliche Oxidationsprozesse und die entsprechenden Entzündungsreaktionen zu vermeiden. 

Entzündungshemmend in Gelenken

Unter Entzündungen versteht man körpereigene Reaktionen auf schädliche Reize, die zu Schädigungen von  Zellen und Hautpartien führen können.

Entzündungen treten in verschiedenen Formen auf:

Lokale Entzündungen sind auf einem gewissen Bereich der Haut beschränkt, Folgeentzündungen können sich hingegen auf den ganzen Körper ausbreiten.

Man unterscheidet auch zwischen akuten Entzündungen, die nur kurz andauern, und den wesentlich langwierigeren chronischen Entzündungen, die oft nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Kurkuma kann bei allen diesen Indikationen eingesetzt werden – zum Beispiel als Salbe in Kombination mit Aloe Vera, die bei lokalen Entzündungen auf die betroffene Stelle aufgetragen wird (empfehlenswert nur bei leichten Entzündungen bzw. kleinen Schnittverletzungen.) 

Wirkung bei Arthritis

Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die zu schweren körperlichen Beeinträchtigungen führen kann. Es liegt also nahe, die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin bei der Behandlung von Arthritis zu nutzen.

Ein Beispiel: 2012 wurde in Indien eine Studie mit Personen, die an rheumatoider Arthritis litten, durchgeführt. Dabei wurden die insgesamt 45 PatientInnen in drei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe wurde mit  500 mg Curcumin, die zweite mit Diclofenac-Natrium, einem nichtsteroidalen Entzündungshemmer, die dritte mit einer Kombination aus beiden behandelt. Die beste Heilwirkung zeigte sich bei der ersten Gruppe, der ausschließlich Curcumin verabreicht worden war. 

Wirkung bei Arthrose

Arthrose ist eine nicht-entzündliche Gelenkserkrankung, die vorwiegend durch einen Abbau des Gelenksknorpels verursacht wird. Sie ist die häufigste Ursache für Gelenksschmerzen und betrifft bei den über 50-Jährigen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung.

Auch hier ist eine Studie erwähnenswert, die an über 1.000 PatientInnen durchgeführt wurde, die wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die erste Gruppe wurde schulmedizinisch mit herkömmlichen Entzündungshemmern behandelt, die zweite Gruppe bekam zusätzlich 200 mg Kurkuma verabreicht.

Das Resultat: Bei der zweiten Gruppe zeigte sich nach dem Ende der Studie eine signifikante Verbesserung der klinischen Symptome. Das ist insofern von Interesse, als Kurkuma in diesem Fall als Alternative zu den üblicherweise verschriebenen nicht-steroidalen Entzündungshemmern dient. Da diese nach längerer Einnahme gravierende Nebenwirkungen wie Herz/Kreislauf-Probleme bzw. Nieren-, Leber-, Magen- und Darm-Schäden aufweisen, ist eine alternative Behandlung mit der nebenwirkungsarmen Kurkuma unter Umständen sinnvoll. 

Wirkung bei Diabetes Mellitus II

Diabetes Mellitus äußert sich in einem zu hohen Blutglukosespiegel. Dieser (auch „Blutzuckerwert“ genannt) liegt bei gesunden Menschen zwischen  80-135 mg/dl. Der Blutzuckerwert von Diabetikern liegt deutlich darüber, meist zwischen 100-200mg/dl. Der Grund dafür ist ein Mangel an Insulin, einem Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird („pankreatisches Hormon“) und den Blutzuckerspiegel nach jeder Nahrungsaufnahme auf ein normales Niveau bringt. Bei einigen Menschen ist die Insulinausschüttung oft über Jahre vermindert, was zu einem gesundheitsschädlichem Zuckerüberschuss und letztlich zu Diabetes führt, wenn das Insulin endgültig erschöpft ist und der Zucker nicht mehr abgebaut werden kann. Diesbezüglich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Übergewicht bzw. mangelnder körperlicher Betätigung.

Entsprechende Studien haben gezeigt, dass das Kurkuma-eigene Curcumin hohen Blutzuckerspiegel beeinflussen kann. Das muss übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Diabetes zu tun haben, denn ein hoher Blutzuckerspiegel kann viele Ursachen haben – etwa Stresssituationen, schwere Verletzungen, Operationen, Infektionen, Verbrennungen, starke Schmerzen oder ein Herzinfarkt.

In einer dieser Studien wurden Menschen mit Prädiabetes (Insulinresistenz) getestet. Einer Gruppe wurden 250 mg Curcumin in einem Zeitraum von 9 Monaten verabreicht, der anderen Gruppe hingegen nichts. Am Ende der Studie konnte bei der Curcumin-Gruppe kein Prädiabetes mehr festgestellt werden, während 16 % der Vergleichsgruppe erhöhte Blutzuckerwerte aufwiesen. Das ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass Curcumin die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Ausschüttung von Insulin verantwortlich sind, anregt. Dadurch wird einerseits Prädiabetikern mehr Zeit verschafft, Maßnahmen gegen die Insulinresistenz zu treffen, andererseits verringert sich für Diabetiker das Risiko von Folgeerkrankungen wie Schädigungen der Nerven und Blutgefäße, Stoffwechselstörungen, Osteoporose, Nierenschäden etc. 

Kurkuma aus dem Supermarkt? Die Qualitätsfaktoren

Unter Bioverfügbarkeit versteht man den prozentualen Anteil des Wirkstoffs einer Arzneimitteldosis,
der unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit beschreibt also die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit welchen ein Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangt.

Kurkuma bzw. Curcumin besitzt eine geringe Bioverfügbarkeit. Es ist sehr schlecht wasserlöslich, wird nur ungenügend im Darm aufgenommen und sehr schnell abgebaut.

Aus diesem Grund kann über die im Handel erhältlich, herkömmliche Kurkuma nicht genügend Curcumin aufgenommen werden. Um die Bioverfügbarkeit zu steigern, empfiehlt es sich daher, Kurkuma in Kapselform zu sich zu nehmen. Auf diese Weise gelangt Curcumin in ausreichender Menge in den Magen/Darm-Trakt und kann dort seine vielfältige Wirkung entfalten. Mit zwei Kapseln je 1g/Tag wird der gleiche Curcumin-Spiegel erreicht wie mit 4 g herkömmlichen Kurkuma-Gewürzpulvers.

Aufgrund der schlechten Wasserlöslichkeit ist es sinnvoll, Kurkuma mit etwas Fett einzunehmen. Das schließt Personen, die eine fettfreie Diät zu sich nehmen, naturgemäß aus.

Aufgrund dessen sind die Infusionen mit Curcumin um ein vielfaches effizienter, da Curcumin direkt im Blut wirkt und über das Blut an die Wirkorte transportiert wird.

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